Hasenstadt Hamburg
 
Aktuelles
Notkaninchen
Kaninchenchronik
Meine Kaninchen
Galerie
Ern?rung
Kaninchenbauten
Krankheiten
Buchtips
Links
Happy ends
RBB
Impressum

 

Meine und alle Pflegekaninchen bekommen folgendes zu futtern:

Ständig brauchen sie:

Heu und Wasser

Gemüse:

Möhren und Möhrenkraut, Fenchel, Pastinaken , Topinambur, Sellerie (Knollen und Blätter), Paprikaschoten, Broccoli, Chinakohl, Steckrüben, Tomaten (ohne grün), Radieschen mit Blättern, Rettichblätter, Salatgurke, Spinatblätter, gelbe Rüben, Spargel, Petersilienwurzel,

Endivien, Chicoree und andere Zichoriensalate (enthalten verdauungsfördernde Bitterstoffe), Feldsalat, Rucola, Mairüben, Stielmus, kleine rohe Kartoffeln (ohne grüne Stellen), Kartoffelschalen, Mangold, geschälte Schwarzwurzeln, Pilze

Zum Knabbern eignen sich:

Blätter von Himbeeren, Brombeeren und Erdbeerpflanzen, Birke, Fichte (Rottanne), Zweige von Obstbäumen (jedoch nicht von Kernobst), Haselnuß, Ahorn, Eiche, Buche, Erle, Birke, Hainbuche, Linde, Wacholder, Weide

Grünes:

Gras, Löwenzahn, Spitz- und Breitwegerich, Giersch, Schafgarbe, Klee (in kleinen Mengen nicht vor der Blüte), Gänsefuß, Gartenkresse, Melde, Wicke, Brennessel, Huflattich

Kräuter:

Basilikum, Beinwell, Borretsch, Dill, Estragon, Kamille, Kerbel, Koriander, Kümmel, Liebstöckel, Majoran, Petersilie, Pfefferminze, Salbei, Schnittlauch, Thymian, Zitronenmelisse

Obst:

Eher heimische Sorten wie Apfel, Birne, Erdbeeren, Himbeere

Wenig Kernobst  wie Pflaumen, Nektarinen, Pfirsich

Selten Exoten wie  Melone, Weintraube

Gegen Kotketten und bei starkem Haaren Ananas und Kiwi

Futtern- lebenswichtig

Grundsätzlich ist Heu das allerwichtigste und  sollte den allergrößten Anteil der Ernährung ausmachen. Es dient dem Zahnabrieb und einer gesunden Daarmflora. Kaninchen sind Vegetarier und haben einen nur schwach bemuskelten Magen und Darm. Futter wird nach dem Kauen und Schlucken fast ausschließlich durch "nachgeschobenen" Futterbrei weitertransportiert. Daher ist auch wichtig, dass das Futter einen hohen Rohfaseranteil enthält und wenig gehaltvoll ist. Zu kalorienreiches Futter führt dazu, dass das Kaninchen satt ist und kein oder nur wenig weiteres Futter aufnimmt. Der Futterbrei verbleibt länger im Darm und es kann zu Fehlgärungen kommen. Verstärkt wird das dadurch, dass Futter mit einem zu geringen Anteil an Rohfaser dafür mehr Stärke enthält. Diese führt ihrerseits zu verstärkter Gasbildung- ein Teufelskreis.

Frißt das Kaninchen jedoch hauptsächlich Heu oder Gras, ist es durch dessen geringen Energiegehalt häufig hungrig. Es nimmt so viele kleine  Portionen Futter zu sich, wodurch der Futterbrei regelmäßig weitergeschoben wird. Nährstoffe werden durch die gesunde Darmflora aufgenommen und hinten raus kommen runde, feste Ködel. Zudem ist es beschäftigt. Wildkaninchen verbringen einen Großteil des Tages mit Fressen. Sie nehmen etwa 70-80 kleine Portionen Gras zu sich!

Die lebenslang nachwachsenden Zähne brauchen Heu bzw Gras genauso wie die Verdauung. Heu wird durch langes Mahlen der Backenzähne zerkleinert. Im Gegensatz dazu werden Getreidekörner, Pellets und aufgepopptes Buntfutter zerquetscht und zerdrückt. Durch diese falsche Arbeitsweise der Zähne, bzw. des Gebisses, entsteht ein unnatürlich hoher Druck auf Zähne und Kiefer. Es besteht der Verdacht, dass hier die Ursache für Zahn- und Kieferabszessen liegt. Zähne drücken sich zu kräftig in den Kiefer, können dadurch spalten, scharfe Kanten bilden oder die Wurzeln entzünden sich. Zunge und Mund/Rachenraum sind ständigen Reizungen oder Verletzungen ausgesetzt. Zudem führt dasselbe Futter zu einem ungesunden Mundmilieu. Entzündungen steht nun nichts mehr im Wege. Sie finden sich in der Mundhöhle, an den Zahnwurzeln und hinter den Augen, wo die Wurzeln der oberen Backenzähne enden.

Daher mein Rat, auf Trockenfutter ganz zu verzichten.

Um die Versorgung mit Nähstoffen sicherzustellen, tut man gut daran, Gemüse anzubieten. Und weil auch Kaninchen gern mal was naschen, gibt es noch Obst und Kräuter. Beides sollte aber als Leckerchen verstanden werden.

Zweige dienen der Beschäftigung und dem Zahnabrieb.